“Warum bin ich zurückgekommen? In meinem Zimmer lasse ich mich auf einen Stuhl fallen; ein schwerer Mantel, klebrig vor Langeweile, Krankheit und Verzweiflung, drückt meine Schultern nieder; mir ist kalt. Mein schöner Traum liegt in Scherben. Ich höre die Stimme nicht mehr, ich bin nicht mehr umhüllt von seiner Liebe. Wenn uns morgens der Tag aus einem Traum weckt, versuchen wir die Augen zu schließen und uns nicht zu bewegen, um die Szene wiederherzustellen und weiterzuträumen. Doch das Tageslicht hat alles zerstört; die Worte haben keinen Klang, die Gesten keinen Sinn mehr. Wie bei einem Regenbogen, der verlischt: Ein paar Farbspuren überleben noch eine Weile, schwinden, scheinen zurückzukehren – dann ist nichts mehr da. So geht mein ganzer schöner Traum dahin. Kann es denn sein, dass da nichts mehr da ist? Sinnlos wiederhole ich: fortgehen von hier... und versuche, die Scherben einzusammeln, um den gestrigen Abend wiederaufleben zu lassen. Doch es ist wie ein Trugbild, das zerfällt.
Morgen werde ich Dir schreiben und nicht mehr “Du” zu Dir sagen können, ich werde Dir schreiben und nicht alles sagen können, was ich Dir in meinem Herzen sage. Du, der Du dort geblieben bist, wo man lebt, kannst Du verstehen, dass ich gefangen bin? Ich habe keine Worte mehr. Benommen sitze ich da und spüre wie eine kalte sichere Wahrheit, dass für die, die hier sind nichts mehr möglich ist: du kannst mich nicht weiter lieben.”
Artikel zum Buch:
"Schonungslose Analyse"
"Eine Liebesklage"
"Schonungslose Selbstreflexion"
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"Schonungslose Analyse"
"Eine Liebesklage"
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